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Die Geschichte

Die Anfänge des «Stägerstüblis» 

Die Geschichte des «Stägerstüblis» beginnt 1901. Fritz Stäger, seine Frau Margrith und die Töchter Ida, Rosa, Lina und Martha wohnten damals im Winter in Gidisdorf (Lauterbrunnen) und im Sommer in Mürren, im heutigen Chalet «Vreneli», mit dem Laden «Exile on Mainstreet». Neben diesem Sommerwohnsitz liess Fritz Stäger im ersten Jahr des neuen Jahrhunderts ein Haus bauen, das heutige «Stägerstübli».
Die Familie Stäger verkaufte den Sommer über Holzschnitzereien und Klöppel-Produkte an Touristen. Im Erdgeschoss des neuen Hauses eröffneten dann die Töchter Martha und Lina das Tea Room «Confiserie».
Nachdem Lina nach Amerika ausgewandert war, wirkte Martha alleine weiter in der «Confiserie» und verkaufte neben Kaffee und Kuchen ein Hausgetränk, das bald unter dem Namen «Stägergift» bekannt wurde. Das Rezept für diese Eigenkreation war und blieb ein wohlgehütetes Geheimnis.
Um 1950 erfolgte eine Erweiterung des hinteren Hausteils: der Anbau (wie auch das Chalet Flora) wurde mit Holz des alten Kurhauses, dessen Abriss nach einem Brand bevorstand, errichtet. Der neue Raum wurde als Jass-Stübli eingerichtet und war den Einheimischen vorbehalten, die ab in der Gaststube keinen Zutritt mehr hatten.
Die älteste Stäger-Tochter, Ida, heiratete Peter von Allmen aus Mürren. Das Ehepaar führte jahrelang im früheren Sommerhaus der Familie Stäger ein Comestible-Geschäft. Dieses wurde später von Fritz Junger in eine Drogerie umgewandelt (aus der dann das heutige «Exile on Mainstreet» entstand).
Ab welchem Jahr Frl. Stäger die Confiserie verpachtet hat, weiss heute niemand mehr so genau. Auf jeden Fall hat die Familie Greischberger das Lokal bis 1964 geführt. Emmi Schär zusammen mit Hermann «Nagoli» Braunbeck wirteten danach bis 1967.
Den heutigen Namen «Stägerstübli» erhielt das Gasthaus von Margrith von Allmen, der Inhaberin des Hotel Blumenthal, welche die «Confiserie» pachtete und für kurze Zeit zusammen mit den Hotel geführt hat. Im Winter 1970/71 ging das «Stägerstübli» in die Pacht von «Hittis Fritz» (Fritz von Allmen) und Lotti von Allmen über. Sie führten das Gasthaus bis Mitte der 70er-Jahre. Besitzer wurde nach dem Tod von Frl. Stäger 1973 Peter von Allmen, der das Haus aus der Erbschaft gekaufte hatte.
Von 1975 bis 1986 führten Hans und Hermine Rubin das Restaurant.

Murren

Vom Gestern ins Heute


Danach beginnt die Ära Gertsch: nach der Übernahme des Restaurants «Stägerstübli» (wo Lydia Betschart seit 1990 arbeitete), kauft Ruedi Gertsch 1993 das ganze Haus. Lydia und Ruedi heiraten 1996 und im Herbst des gleichen Jahres kommt Ruedi Junior zur Welt. In diesem Jahrzehnt beginnt auch die schrittweise Umgestaltung des Hauses.
Der Umbau des ersten und zweiten Stocks erfolgt in den Jahren 1998 bis 2000, ein Jahr später wird die Küche in Angriff genommen und im Keller eine Rüstküche eingerichtet.
Eine attraktive Aufwertung erfährt das «Stägerstübli» 2007 mit der Neugestaltung der Terrasse. Nochmals grosse bauliche Veränderungen erfordert der Einbau einer Ölheizung. Nach der Neugestaltung von Säli und Gaststube 2010 ist das Haus nun in der Gegenwart angekommen und verwöhnt seine Gäste nicht nur mit Kulinarischem, sondern auch mit viel Platz, viel Licht und viel Gemütlichkeit.

Mürren 1940

Hintergrund

Im Jahre 2011 gab der Hobby-Historiker und Volkskundler, Fritz von Allmen einen «Rundgang durch Mürren» und ein Wörterbuch für den Mürrener Dialekt heraus. Die Schrift fand grosses Interesse, musste nachgedruckt werden, und heute sind nur noch wenige Exemplare vorhanden. 2013 erschien sein neues Buch «Allergattig Interessants uber frieijer von Miren, Gimelwald, Stächelbärg, Iseflue und Luterbrunnen».

Die Geschichte des Stägerstüblis entstand aus Recherchen von Lydia Gertsch bei Stammgästen und Einwohnern.

Restaurant Staegerstuebli um 1901


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